Zugeordnete Einträge: Kündigung

Übergewicht ist kein Kündigungsgrund

Der Kläger arbeitete in einer Gartenbaufirma der Beklagten. Er litt unter Fettleibigkeit (Adipositas) und wog daher ca. 200 Kg bei einer Körpergröße von 1,94 Meter. Die Beklagte, seine Arbeitgeberin, kündigte das Arbeitsverhältnis mit der Begründung, er sei aufgrund des Adipositas weniger leistungsfähig und könne seine Arbeit nicht mehr richtig ausführen. Im Kleintransporter der normalerweise für… Weiter »

Ordentliche Kündigung wegen häufiger Kurzerkrankungen – Krankheitsanfälligkeit

Der 1964 geborene Kläger arbeitete 10 Jahre als Maschinenführer beim Beklagten, der Hygieneartikel entwickelt und vertreibt. Der Kläger war seit Beginn seines Arbeitsverhältnisses wegen unterschiedlichen Erkrankungen wiederholt arbeitsunfähig. Die Fehlzeiten verteilten sich auf unterschiedlich lange Zeiträume, jeweils unterbrochen durch Arbeitszeiten. Der Kläger sei in diesen 10 Jahren an insgesamt 1061 Tagen wegen Krankheiten arbeitsunfähig gewesen…. Weiter »

Kündigung einer Schwangeren: Benachteiligung nach dem AGG

Die Klägerin begann im April 2014 ihre Tätigkeit in dem beklagten Unternehmen als Rechtsanwaltsfachangestellte unter Vereinbarung einer sechsmonatigen Probezeit. Noch während dieser Probezeit kündigte der Anwalt seiner Angestellten, obwohl er Kenntnis von ihrer Schwangerschaft hatte. Das zuständige Arbeitsgericht erklärte die Kündigung im Kündigungsschutzverfahren nach § 9 MuSchG für unwirksam, da der Arbeitgeber die Zustimmung der… Weiter »

Arbeitsrecht: Einschlafen rechtfertigt nicht zwingend ordentliche Kündigung

Dass das Schlafen einer Arbeitnehmerin während der Arbeitszeit nicht zwingend eine Kündigung nach sich ziehen muss, entschied aktuell das Arbeitsgericht Köln (Urt. v. 19.11.2014; Az.: 7 Ca 2114/14). In dem zugrunde liegenden Sachverhalt fühlte sich eine Mitarbeiterin der Bahn während ihrer regulären Arbeitszeit unwohl und legte sich in einem Zugabteil hin – für ganze sieben… Weiter »

Arbeitsrecht: Verhalten des Ehegatten ist Arbeitnehmerin nicht zuzurechnen

Beleidigt der Ehemann einer Arbeitnehmerin die Vorgesetzte seiner Frau, so kann dies regelmäßig keine Kündigung rechtfertigen. Insbesondere wenn die Vorgesetzte den Streit provoziert, indem sie betriebsverfassungswidrig in die Urlaubsplanung eingreift, kann dies zugunsten der Arbeitnehmerin berücksichtigt werden. In dem vom LAG Berlin-Brandenburg entschiedenen Fall arbeitete die Klägerin als Altenpflegerin im Betrieb des Beklagten in der… Weiter »

Arbeitsrecht: Bewerbungsgespräch trotz Krankschreibung?

Ein leitender Angestellter eines Unternehmens bewarb sich im Mai 2011 als Geschäftsführer einer städtischen GmbH. Im August 2011 fand das Bewerbungsgespräch statt; zu dieser Zeit war der Mann jedoch bei seinem derzeitigen Arbeitgeber krankgeschrieben. Als der Arbeitgeber von dem Bewerbungsgespräch erfuhr, kündigte er das Arbeitsverhältnis fristlos und hilfsweise ordentlich. Hiergegen erhob der Arbeitnehmer Klage mit… Weiter »

Arbeitsrecht: Zigarettengeruch rechtfertigt keine Kündigung in der Probezeit

Die Klägerin hatte sich im März 2012 als Bürokraft bei dem beklagten Unternehmen beworben und einen halben Tag zur Probe gearbeitet. Einige Tage später wurde sie während eines Gesprächs auf das Rauchverbot bei der Beklagten hingewiesen und gefragt, ob sie rauche. Dies bejahte sie, erklärte sich aber auch mit dem Rauchverbot einverstanden. Nachdem sie am… Weiter »

Arbeitsrecht: Email-Account darf nicht ohne weiteres gelöscht werden

Ein Arbeitgeber darf nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses den firmenzugehörigen, aber auch privat genutzten E-Mail-Account des gekündigten Mitarbeiters solange nicht löschen, bis gesichert ist, dass der ehemalige Mitarbeiter für die Daten in dem Account keine Verwendung mehr hat. Das OLG Dresden hat entschieden, dass die Verletzung dieser Pflicht sogar eine Schadensersatzforderung zugunsten des Arbeitnehmers nach sich ziehen… Weiter »

Arbeitsrecht: Erkrankung kein Grund für fristlose Kündigung

Eine Arbeitnehmerin kündigte ihren Job als Rechtsanwaltsfachangestellte mit (rechtmäßiger) zweiwöchiger Frist. Ob sie mit ihrem Arbeitgeber vereinbarte, dass sie unter Abgeltung des noch offenen Urlaubsanspruchs bis zum Ende der Kündigungsfrist weiterarbeiten werde, ist zwischen den Parteien umstritten. Die Arbeitnehmerin meldete sich daraufhin am nächsten Tag krank und legte eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vor, die sie bis zum… Weiter »

Arbeitsrecht: was ist Sonderkündigungsschutz?

Den normalen Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz genießt ein Arbeitnehmer erst, wenn er mehr als sechs Monate durchgehend bei dem Arbeitgeber beschäftigt ist. Zudem muss der Arbeitgeber regelmäßig mehr als zehn Arbeitnehmer in Vollzeit beschäftigen, es darf sich also nicht um einen sogenannten Kleinbetrieb handeln. Darüber hinaus gewährt der Gesetzgeber bestimmten Personengruppen aufgrund deren besonderer persönlicher Situation oder… Weiter »